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Uwe Spieß
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Micha Kolb
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Jan Anthony Jay

Willkommen zu einer neuen und sehr emotionalen Buchbesprechungs-Folge von „Hausverbot im Beichtstuhl“! Host Uwe und Gast-Host Micha haben heute den Autor Jan Anthony Jay zu Gast, um über sein fesselndes Erstlingswerk zu sprechen. Eine Novelle, die uns beim Lesen zwischen lauten Lachern und tiefer Betroffenheit schwanken ließ.


Über das Buch

  • Format: Es handelt sich um eine Novelle mit einer Länge von etwa 180 Seiten.
  • Genre: Die Handlung und die Figuren der Geschichte sind komplette Fiktion. Dennoch sind eigene Prägungen des Autors in das Setting eingeflossen.
  • Handlung: Der junge Protagonist Daniel stammt aus einem streng fundamentalistischen Elternhaus. Nach seinem Abitur zieht er in eine größere Stadt, um ein Medizinstudium zu beginnen, und muss sich dort der „Welt“ stellen.
  • Kernthemen: Die Geschichte beleuchtet das auf Kontrolle und Übergriffigkeit basierende Leben in einer strengen Brüdergemeinde. Zudem behandelt sie Daniels Kampf mit extremer Scham und einer sozialen Phobie.

Über den Autor: Jan Anthony Jay

  • Jan Anthony Jay ist ein Künstlername, den der Autor gewählt hat, um seine Rolle als Künstler klar von seinem Beruf abzugrenzen.
  • Im bürgerlichen Leben heißt er Christian und ist Mediziner.
  • Er stammt selbst aus einem fundamentalistischen Umfeld, ähnlich dem im Buch beschriebenen, und nutzt das Schreiben auch zur Verarbeitung seiner eigenen Prägung.
  • Neben Novellen schreibt er auch Lyrik und Kurzgeschichten, die er auf Social Media teilt.
  • Derzeit plant er eine Buch-Trilogie; sein nächstes Projekt wird sich mit dem Thema „Schuld“ befassen.

Highlights & Gelesene Szenen in dieser Folge

Im Podcast tauchen wir tief in die Atmosphäre des Buches ein. Jan liest uns vier markante Szenen vor:

  • Die Begegnung mit Bruder Alfred: Daniel trifft im Supermarkt auf den kontrollierenden Gemeindeleiter. Wir erleben Daniels panische Schweißausbrüche und die Angst vor Bewertung, während er vor einem harmlosen Zeitungsregal steht.
  • Moe fragt nach: Wir lernen Daniels extrovertierten und weltlichen Kommilitonen Moe kennen. Dieser konfrontiert Daniel schonungslos direkt mit Fragen zu dessen „Sekte“ und seinem „Body Count“.
  • Flooding-Therapie in der Fußgängerzone: Moe zwingt Daniel zu einer konfrontativen Konfrontationstherapie, bei der Daniel öffentlich singen muss. Zur Überraschung aller stellt sich heraus, dass Daniel durch die jahrelange musikalische Begleitung im Gottesdienst ein fantastischer Sänger ist.
  • Der schmerzhafte Anruf: Eine hochdramatische und traurige Szene, in der Daniels Mutter anruft, nachdem Bruder Alfred einen falschen Verdacht über Daniels Sexualität geäußert hat. Hier wird die toxische Dynamik und das bedingte Wohlwollen der Gemeinschaft spürbar.

Charakter-Highlight: Oma Engel

Ein besonderer Fokus liegt im Gespräch auf der Nebenfigur der Oma Engel. Sie ist eine ältere Katholikin, die sich dem fundamentalistischen Tribunal entzieht. Mit ihrer unaufgeregten Haltung („Jesus ist für uns alle gestorben. Wer das verkompliziert, für den habe ich auf meine alten Tage keine Kraft.“) ist sie ein Ruhepol und zeigt, dass nicht alles im Glauben übergriffig sein muss.


Links & Erwähnungen

Weitere Links: Website von Micha Kolb: https://www.michakolb.de/

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Kontaktmöglichkeiten:
Mail: hallo@hausverbot-im-beichtstuhl.de
Website: https://hausverbot-im-beichtstuhl.de/
Instagram: #hausverbotimbeichtstuhl
Facebook: https://www.facebook.com/profile.php?id=61569594969296&locale=de_DE

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(00:00) Begüßung und Vorstellung
(03:15) Warum gibt es dieses Buch?
(05:27) Inhalt der Novelle und Charaktere
(07:48) Der Künstlername und seine Bedeutung
(09:22) 1. Leseprobe: Begegnung mit Bruder Alfred
(12:24) Unsere Reaktionen auf die 1. Leseprobe
(14:29) Entwicklung des Protagonisten Daniel – Innenperspektive
(17:49) Scham und Angststörung „Soziale Phobie“
(19:31) 2. Leseprobe: Gespräch mit Mo
(23:20) Unsere Reaktionen auf die zweite Leseprobe
(26:02) 3. Leseprobe: Angsstörung und Konfrontationstherapie
(30:07) Michas Reaktion auf die 3. Leseprobe: Es war nicht alles schlecht
(32:55) Macht und Kalkül durch unfassbar viel Liebe
(34:16) Toxische Liebe – und trotzdem das Gute mitgenommen
(36:46) 4. Leseprobe – Daniel ist schwul?
(40:10) Unsere Reaktionen auf die 4. Leseprobe
(40:59) Der Schmerz des Schreibens und persönliche Verarbeitung
(42:49) Die Bedeutung von Oma Engel und familiäre Vorbilder
(46:35) Die Wichtigkeit von professioneller Hilfe
(49:42) Ausblick auf weitere Projekte


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